Glücklich in Maastricht. Auch jetzt.

Maastricht bietet als Stadt alles für Ihr Glück. Grüne Hügel, eine gemütliche Atmosphäre, Spitzengastronomie, fantastische Geschäfte und eine entspannte Mentalität, etwa nach dem Motto: „Psssst, immer mit der Ruhe, morgen ist auch wieder ein Tag“. Kein Wunder, dass so viele Touristen in diese schöne Stadt kommen. Nur zurzeit gerade nicht. Jetzt gehört die Stadt ganz den Einwohnern. Zwar nicht in vollem Glanz, mit lebendigen Veranstaltungen und viel Leben auf der Straße, aber dennoch. Wir haben die Stadt vorübergehend für uns. Und hoffentlich bleibt es nur kurz so. Wir hoffen, dass diese Krisensituation schnell vorübergeht, natürlich vor allem für diejenigen, die direkt oder indirekt vom Coronavirus betroffen sind.

Stille in Maastricht

Am besten kann man diese einzigartige Stille natürlich genießen, wenn man nach draußen geht. Über das verlassene Kopfsteinpflaster zu schlendern oder sich die stille Maas anzusehen sind Erlebnisse an sich. Wenn sie auch zurzeit nicht vernünftig sind. Wenn Sie in aller Frühe in angemessenem Abstand eine kleine Runde im Jekertal joggen oder Rad fahren, ist dies für Sie natürlich erfreulich. Wenn Sie jedoch kurz danach wieder nach Hause zurückkehren, könnte dies möglicherweise deprimierend sein. Vielleicht sind Sie des Aufenthalts zu Hause überdrüssig oder vermissen eine geliebte Person oder einen Freund sehr.

Wie bleiben Sie dennoch glücklich im schönen Maastricht?

Helfen Sie jemandem

Meine Damen und Herren, die Lösung ist nahe liegend. Das Schlüsselwort ist Zusammengehörigkeit.

Es wirkt folgendermaßen: Die positive Psychologie zeigt, dass soziales Miteinander in den Top Ten der Glücksfaktoren weit oben abschneidet. Online-Sozialkontakte können Live-Kontakte leider nicht ganz ersetzen. Sie machen uns weniger glücklich, da man die Verbindung zum anderen weniger gut spürt. Daher müssen wir andere Arten des Miteinanders nutzen. Zum Beispiel Altruismus, selbstlos etwas für einen anderen zu tun. Altruismus fördert das Glück sogar in zweifacher Hinsicht. Es macht nicht nur denjenigen glücklich, dem Sie helfen, sondern auch Sie selbst.

Viele merken dies schon in einem frühen Stadium des intelligenten Lockdowns. Sehr schnell wurden die ersten Initiativen entwickelt, anderen zu helfen. In Maastricht gründeten Medizinstudentinnen die “Crew against Corona“ und helfen Menschen auf unterschiedliche Weise. Es gibt jedoch auch Einzelpersonen, die sich als Anrufpartner für Senioren oder als Einkaufshilfe für Nachbarn anbieten, die nicht gut laufen können.

Initiativen zur Unterstützung der Gastronomie und von Klein- und Mittelunternehmen folgten rasch. Da sich viele diesen Initiativen anschließen, sie teilen und unterstützen, entsteht so ein großes Gefühl der Zusammengehörigkeit. Ein Gefühl des Miteinanders. Mit dem wir die soziale Leere noch ein wenig füllen können.

Maastrichter Initiativen

Fühlen Sie sich schon ein wenig angespornt? Hören sich Begriffe wie „dazu gehören“ und „sich verbunden fühlen“ in diesem wochenlangen Hausarrest verlockend an? Und möchten Sie sich auch ein wenig für andere einsetzen? Vielleicht ist es dann an der Zeit, sich etwas in eine der vorhandenen Maastrichter Initiativen zu vertiefen.

Selbstverständlich gibt es die Initiative von #supportyourlocal, die weltweit und somit auch in Maastricht umgesetzt wird. Von einem bekömmlichen Bier von Hoppy Brothers bis zu Gebäck von Patisserie Royal, Sie können Ihre Maastrichter Köstlichkeiten weiterhin bestellen. Check Support your Local Facebookpagina und unterstützen Sie einen der lokalen Gastronomiebetriebe. Sicherlich werden Sie sich direkt besser fühlen.

Doch es gibt noch mehr. Sehen Sie sich auch einmal die Zusammenarbeit von Maltezer und Café de Zwaan an oder vom Restaurant Ut Lieuwke und Chi Kookt.

Persönlich gefällt mir übrigens Fab’s Pretpakket sehr gut. Wieder eine schöne Initiative, die dafür sorgt, dass 14 lokale Unternehmer präsent bleiben. Wenn Sie das „Pretpakket“ (Komfortpaket) bestellen, (das ist hier möglich), unterstützen Sie sowohl die teilnehmenden Unternehmen als auch mit einem Anteil die Stiftung „Met je hart voor eenzame ouderen“ (Mit dem Herzen für einsame Senioren). Das macht glücklich, auf jeden Fall.

Doch damit nicht genug: Zusammengehörigkeit entsteht nicht nur, wenn wir anderen helfen. Sie entsteht zum Beispiel auch, wenn Sie mit anderen zu einem bestimmten Zweck zusammenarbeiten. Dass dies sogar aus der Distanz möglich ist, zeigen Room Escape und Escape Adventures Maastricht. Sie haben zusammen mit 17 anderen Escape Rooms in den Niederlanden speziell für Sie ein gratis Online-Spiel entwickelt: “De Verloren Herinnering“. Auf diese Weise können wir ein wenig so tun, als seien wir nicht voneinander getrennt. Dies ist garantiert ein angenehmes Erlebnis und wenn Sie gemeinsam mit den Freunden das Ziel erreichen, kommt dies auch Ihrem Selbstbewusstsein zugute. Sodass Sie auch alleine wieder einige Tage guten Mutes sind.

Was können Sie selbst unternehmen?

Ist dies alles nicht genug? Möchten Sie mehr? Sie können natürlich immer selbst eine Initiative ins Leben rufen. Oder beginnen Sie einfach: Verrichten Sie jede Woche mindestens 1 gute Tat. Rufen Sie die Großmutter noch einmal zusätzlich an, werfen Sie einem älteren Nachbarn ein Kärtchen in den Briefkasten oder singen Sie auf dem Balkon ein Lied für jeden, der es hören möchte. Wir machen dies nicht alleine, liebe Leute in Maastricht, sondern zusammen. Sobald Sie sich dessen bewusst sind, fühlen Sie sich schon etwas glücklicher.

Helfen Sie sich gegenseitig und hoffentlich bis demnächst, mit einem Glas Wein in der Hand am Ufer der Maas.

Dieser Artikel wurde von Josje Smeets verfasst, Glückspsychologin und Inhaberin der Website HelloBetty.nl. „Als Glückspsychologin weiß und lese ich viel über Glück. Mein Ziel ist es, jedem zu vermitteln, dass man Glück teilweise selbst gestalten kann.''