In einer Vitrine des Museums liegt bereits seit Jahren ein gut bewahrtes Geheimnis: einige gebrochene Walwirbel und -rippen eines Urwals. Sie …

Lesen sie mehr

In einer Vitrine des Museums liegt bereits seit Jahren ein gut bewahrtes Geheimnis: einige gebrochene Walwirbel und -rippen eines Urwals. Sie wurden 1979 in der ehemaligen ENCI-Grube im Sint-Pietersberg in Maastricht gefunden. Erst 2014 ermittelte ein Forschungsteam unter Leitung von Dr. John Jagt, Paläontologe unseres Museums, nach einem Tipp eines Walexperten das Alter des „ENCI-Wals“: Spätes Eozän, Alter ca. 37 bis 33 Mio. Jahre! Ein besonderer Fund, denn in Europa sind nur wenige Walüberreste aus dem Eozän bekannt. Nach dem Aussterben der Mosasaurier aus der Kreidezeit, nach dem großen Meteoriteneinschlag vor ca. 66 Mio. Jahren, dauerte es sicher noch 30 Mio. Jahre, bis es einen würdigen Nachfolger gab, den Urwal. Der Wal aus dem Eozän hatte ein etwas anderes Aussehen als der Wal, wie wir ihn heute kennen: Er hatte ein längeres Maul mit starken Zähnen und rudimentären Hinterbeinen. Die Wirbel und Rippen des „ENCI-Wals“ sind der Mittelpunkt der Ausstellung Wal – Fundort: Maastricht.

In der Ausstellung Wal – Fundort: Maastricht erfährt man nicht nur mehr über den Wal aus dem Eozän, sondern auch über seine heutigen Artgenossen. Es wird auf alle Aspekte dieser besonderen Meeressäuger eingegangen: von ihrem perfekt angepassten Körperbau bis zu ihrem einzigartigen Kommunikationsverhalten. Außerdem erfährt man anhand von Geschichten aus früheren Zeiten, man denke an „Moby Dick“ und andere Walfängerabenteuer, mehr über den Ruf dieser Tiere, der vom furchterregenden Geschöpf bis zum Publikumsliebling reicht. Heute werden Wale weltweit in ihren Lebensräumen bedroht, vor allem durch Überfischung, Plastik im Wasser und militärische Anwendungen des Sonars. Ein umfangreicheres Wissen über den Wal führt hoffentlich zu größerem Respekt gegenüber diesen Tieren.

Weniger lesen

Wann

  • jeder Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag bis 12. Januar 2020von 11:00 bis 17:00
  • jeder Samstag und Sonntag bis 12. Januar 2020von 13:00 bis 17:00

Preise

  • Erwachsene7,00 €
  • Senioren5,00 €
  • Kinder4,50 €
  • Frei
  • Studenten6,00 €

Ort